الله الرحمن الرحيـم

Die islamrechtliche Definition einer Reise

Zu den fünf Hauptprinzipien, auf denen sich das islamische Recht stützt (d. h. die Rechtsmaxime bzw. al-Qawāʿid al-Fiqhiyya) zählt folgender Grundsatz: „Erschwernis bringt Erleichterung“ (al-mashaqqa tajlib al-taysīr). Dieses Prinzip manifestiert sich durch die gesamten Fiqh-Regeln hindurch, insbesondere im Bereich des Reisens (safar). Ein Reisender darf demnach die Gebete verkürzen (qasr), zusammenlegen (jamʿ), und es ist ihm rechtlich erlaubt, das Fasten im Ramadan zu unterbrechen (fiṭr).

Es gibt explizite Belege aus Qur'an, Sunnah und dem Konsens der islamischen Gelehrten, die es der bzw. dem Reisenden ermöglichen, die Gebete zu verkürzen.

Im Qur'an heißt es:

وَإِذَا ضَرَبْتُمْ فِي الْأَرْضِ فَلَيْسَ عَلَيْكُمْ جُنَاحٌ أَن تَقْصُرُوا مِنَ الصَّلَاةِ إِنْ خِفْتُمْ أَن يَفْتِنَكُمُ الَّذِينَ كَفَرُوا ۚ إِنَّ الْكَافِرِينَ كَانُوا لَكُمْ عَدُوًّا مُّبِينًا

„Und wenn ihr im Land umherreist, so ist es keine Sünde für euch, das Gebet abzukürzen, wenn ihr befürchtet, dass die Glaubensverweigerer euch überfallen könnten.“
[Sūra al-Nisāʾ:101].

Aus dem Vers könnte sich schließen lassen, dass neben der Reise die ,Befürchtung‘ eine notwendige Voraussetzung für das Verkürzen des Gebets sei. Obwohl in dem Vers die ,Befürchtung‘ als Bedingung genannt wird, ist diese jedoch keine Voraussetzung mehr. ʿUmar b. al-Khaṭṭāb – möge Allāh mit ihm zufrieden sein! –[1] wurde gefragt, wie es dennoch zulässig sei, die Gebete zu verkürzen, auch wenn keine ‚Befürchtungen‘ mehr vorhanden seien. Er antwortete: „Ich stellte dem Propheten – möge Allāh ihn segnen und ihm Frieden schenken! –[2] dieselbe Frage und er sagte: „Dies ist eine Ṣadaqa (Spende), die Allah an euch spendete, so nehmt Seine Ṣadaqa an“ [Muslim]. Mit anderen Worten hat Allah in Seiner Barmherzigkeit die erwähnte Bedingung aufgehoben und den Muslimen das Verkürzen erlaubt, auch wenn kein bevorstehender Angriff durch feindliche Kräfte befürchtet wird.

In zahlreichen Überlieferungen wird berichtet, dass der Prophet (saw) auf Reisen jedes Gebet mit vier Einheiten zu zwei Einheiten gekürzt habe – d. h. im Zustand des Reisens hat er tatsächlich nie ein Gebet mit vier Einheiten verrichtet.[3]

Daher besteht unter den islamischen Gelehrten Konsens darüber, dass ein Reisender, der eine zulässige Reise unternimmt, ein Gebet mit vier Einheiten auf zwei Einheiten verkürzen darf.[4] [Hinweis: das Zusammenlegen (jamʿ) ist ein anderes Thema und es gibt unterschiedliche Meinungen hinsichtlich der Zulässigkeit des Zusammenlegens von Gebeten auf Reisen].

Die Frage, die sich jedoch stellt, ist folgende: Wann ist man rechtmäßig ein ‚Reisender‘? Und wie lange darf man die Gebete verkürzen?

Um diese Frage zu beantworten, werden wir diesen Artikel in zwei Abschnitte unterteilen. Zunächst werden wir die Meinungen der Gelehrten in Bezug auf die Entfernung, die eine ‚Reise‘ begründet, behandeln. Dazu müssen wir einen Exkurs vornehmen und die Entfernungen, die in den klassischen Texten aufgeführt werden, in moderne Maße übertragen. Danach erörtern wir in einer anderen Abhandlung die Meinungen der Gelehrten hinsichtlich der Dauer, die es benötigt, bis ein Reisender in den Status eines Ansässigen wechselt, sobald er an einem Ziel angekommen ist.

Die Entfernung, die eine ‚Reise‘ begründet

Die Entfernung, die eine ‚Reise‘ begründet, ist eines der umstrittensten Themen unter den frühen Gelehrten des islamischen Rechts. Dies ging so weit, dass Ibn al-Mundhir – möge Allāh sich seiner erbarmen! –[5] (gest. 310/922) sogar bis zu zwanzig Meinungen zu diesem Thema erwähnte. Zum Zwecke dieses Artikels werden wir uns auf die vier bekanntesten Meinungen konzentrieren.

Erste Meinung: Eine Dreitagesreise

Mit einer Dreitagesreise wird die Entfernung gemeint, die ein Reisender auf einem Kamel bei durchschnittlichem Tempo in drei ganzen Tagen hinter sich legen würde.

Dies ist die Ansicht des Gefährten Ibn Masʿūd (ra), einiger bekannter Gelehrter aus Kufa wie al-Shaʿbī (r) (gest. 105/723) und al-Nakhaʿī (r) (gest. 96/714) sowie die allgemeine Ansicht der ḥanafītischen Rechtsschule.

Sie begründeten diese Zahl mit dem berühmten Ḥadῑṯ, in dem der Prophet (saw) sinngemäß sagte: „Eine Frau, die an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, darf nicht drei Tage oder mehr reisen, sonst muss sie mit ihrem Vater, Sohn, Mann, Bruder oder mit einem Maḥram reisen“ [Muslim (r)]. Sie folgerten aus diesem Ḥadῑṯ, dass der Prophet (saw) eine Entfernung von ‚drei Tagen‘ als ‚Reise‘ bezeichnete, sodass dies als Definition für eine Reise herangezogen werden kann.

[Mehr zum Thema Reise der Frau unter http://www.monajo.de/2014/09/die-reise-der-frau-bei-gegebener-sicherheit-die-reise-des-einzelnen-mannes-wenn-sicherheit-und-rechtschaffenheit-sichergestellt-ist/ Anmerkung des Gegenlesers der Übersetzung]

Ein weiterer Beleg, den sie anführten, war der Ḥadῑṯ hinsichtlich des Streichens über die Socken, in dem der Prophet (saw) „… einem Reisenden erlaubte, für einen Zeitraum von drei Tagen und Nächten über seine Socken zu streichen“ [Muslim (r)]. Die Ḥanafīten schlussfolgerten, dass diese zeitliche Einschränkung, die der Prophet (saw) vornahm, zeigt, dass jemand, der weniger als drei Tage auf Reisen ist, nicht über seine Socken streichen dürfe, was wiederum impliziert, dass dieser auch kein Reisender wäre.

Zweite Meinung: Eine Zweitagesreise

Dies ist die bekannte Meinung der Ḥanbalīten, Shāfʿīten und Mālikīten (beachte, dass selbst innerhalb dieser Schulen auch andere Meinungen vorherrschen, was im nächsten Abschnitt aufgezeigt werden soll). Diese Ansicht wurde ebenso u. a. von Ibn ʿAbbās (ra), Ibn ʿUmar (ra) und Ibn Shihāb al-Dhuhrī (r) (gest. 129/746) berichtet. Unter den zeitgenössischen Gelehrten spiegelt sich diese Meinung bei Ibn Baz (r) (gest. 1999) und der Fatwa des[MJ1] Ständigen Komitees für Rechtsfragen in Saudi Arabien wider. Man sagt, dass dies die mehrheitliche Auffassung der klassischen islamischen Gelehrten ist.

Als Beleg ziehen sie die Tatsache heran, dass der Prophet (saw) sagte: „Eine Frau, die an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, darf nicht zwei Tage ohne ihren Maḥram reisen“ [Muslim (r)]. Darüber hinaus nehmen sie die Vorgehensweise von Ibn ʿUmar (ra) als Beweis, der seine Gebete gekürzt haben soll, wenn er eine Entfernung von vier barīd zurücklegte (dies entspricht zwei Tagen, wie an späterer Stelle noch erläutert werden soll) [überliefert von Imam Mālik (r) in seinem Muwaṭṭa].

Dritte Meinung: Eine Tagesreise

Dies war die Auffassung von Imam al-Bukharī (r) (gest. 256/869), die er in seinem Ṣaḥīḥ explizit erwähnt. Diese wird auch als zweite Meinung innerhalb der drei zuvor genannten Schulen (d. h. der Ḥanbalīten, Shāfʿīten und Mālikīten) angesehen. [An späterer Stelle soll erläutert werden, weshalb sich diese zweite Auffassung der drei Schulen nicht essenziell von der ersten unterscheidet].

Der berühmte syrische Gelehrte al-Awzāʿī (r) (gest. 151/768) sagte: „Dies ist die Meinung der Mehrheit der Gelehrten und wir vertreten sie ebenso.“ Unter den zeitgenössischen Gelehrten ist auch unser Lehrer Muḥammad b. Muḥammad al-Mukhtār al-Shanqīṭī – möge Allāh ihn bewahren! –[6] dieser Ansicht.

Als Beleg ziehen sie die Tatsache heran, dass der Prophet (saw) sagte: „Es ist einer Frau, die an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, nicht gestattet, über die Entfernung von einem Tag zu verreisen, außer mit ihrem Maḥram“ [al-Bukhārī (r)]. Al-Bukhārī (r) kommentierte diesen Ḥadῑṯ wie folgt: „Hieraus wird klar, dass der Prophet (saw) eine Reise von einem Tag und einer Nacht als ‚Reise‘ bezeichnete.“

Darüber hinaus führen sie die Aussage Ibn ʿAbbās‘ (ra) als Beleg an, der, als er von einem Ansässigen in Mekka gefragt wurde: „Soll ich verkürzen, wenn ich nach Mina oder Arafat gehe?“, sagte: „Nein! Aber wenn du nach Taif oder Jeddah gehst oder einen ganzen Tag auf Reisen bist, dann verkürze. Wenn du aber eine kürzere Strecke reist, dann verkürze nicht.“[7] Er bezeichnete somit eine ‚Reise von einem ganzen Tag‘ als minimales Limit, um ein Gebet verkürzen zu können.

Vierte Meinung: Nicht die Entfernung, sondern der Umstand ist maßgeblich

Mit dieser Ansicht ist gemeint, dass eine Reise nicht auf Grundlage der zurückgelegten Strecke als solche definiert wird, sondern durch das Vorhaben und die Vorbereitungen, die dafür getroffen werden. Entsprechend dieser Ansicht ist eine ‚Reise‘ keine bestimmte Entfernung, sondern eher eine physische und psychologische Erfahrung.

Diese Meinung wird u. a. von Ibn Ḥazm (r) (gest. 456/1064) [der jedoch eine Mindestentfernung von ‚einer Meile‘ (1,6 km) festgesetzt hat], Ibn Qudama (r) (gest. 610/1213), Ibn Taymiyya (r) (gest. 728/1327), Ibn al-Qayyim (r) (gest. 756/1355), al-Ṣanʿānī (gest. 1182/1768) (r) und al-Shawkanī (r) (gest. 1250/1834) vertreten. Ferner ist man zu dem Schluss gekommen, dass auch Ibn Masʿūd (ra), ʿUthmān b. ʿAffān (ra) und Ibn Sirīn (r) dieser Meinung gewesen sein müssen. Und zwar gibt es hierzu eine explizite Aussage von Ibn Sirīn (r), die erkennen lässt, dass in der Vergangenheit möglicherweise eher diese Meinung vorherrschte, da er erklärte: „Damals sagte man, dass eine Reise, in der man das Gebet verkürzen darf, eine solche sei, für die man Proviant und Gepäck mitnehme.“[8] Unter den zeitgenössischen Gelehrten vertreten Ibn ʿUthaymīn (r) (gest. 2000) und Ibn Jibrīn (r) (gest. 2010) diese Auffassung.

Ihr Beweis ist das Fehlen eines Belegs aus den Urquellen, durch die sich eine ‚Reise‘ definieren ließe, und die daraus bestehende Notwendigkeit, auf das zurückzugreifen, was kulturell unter einer ‚Reise‘ verstanden wird.

Ibn Taymiyya (r) war möglicherweise stärkster Verfechter dieser Meinung. Er lehnte jegliche spezifische Entfernung, die andere Gelehrte versuchten abzuleiten, ab. Ihm zufolge gibt es keinen expliziten Beleg aus Qur'an, Sunnah, Sprache oder Bräuchen dieser Generation, der für die späteren Muslime bindend wäre. Seiner Meinung nach haben sich die Rechtsgelehrten und andere Gelehrte nur aus dem Grund auf diese Entfernungen festgelegt, da sie nichts Expliziteres zur Bestimmung einer Entfernung, die eine ‚Reise‘ begründet, finden konnten. Im Grunde stützen sich alle drei zuvor genannten Meinung auf denselben grundlegenden Ḥadῑṯ, der verbietet, dass Frauen ohne männliche Begleitung reisen – jedoch wird in jedem Ḥadῑṯ offensichtlich ein anderes Limit genannt. Dies zeigt, dass die eigentliche Intention des Ḥadῑṯs nicht die Definition der Entfernung, die eine ‚Reise‘ begründet, ist.

Ibn Taymiyya (r) schreibt[9]:

„Die Eingrenzung einer bestimmten Entfernung hat also keine Grundlage in der Scharia, der Sprache oder dem Verstand. Die meisten Menschen kennen die Entfernungen auf der Erde nicht, sodass es nicht zulässig ist, eine Sache, die der durchschnittliche Muslim benötigt (d. h. zu wissen, wann das Gebet zu verkürzen ist), an etwas zu knüpfen, das er nicht kennt (d. h. zu wissen, wie weit er gereist ist). In der Zeit des Propheten haben weder der Prophet selbst noch andere Entfernungen gemessen, weder in mīl noch in farāsikh (Maßeinheiten). Es kann vorkommen, dass jemand sein Dorf für zwei oder drei Tage verlässt, um in der Wüste Holz zu sammeln, sodass er ein Reisender ist, obwohl die Entfernung weniger als eine Meile (1,6 km) beträgt. Im Gegensatz dazu könnte eine andere Person [eine größere Entfernung] hinter sich legen und am selben Tag zurückkommen, sodass er nicht als Reisender gelten würde. Dies liegt darin begründet, dass die erste Person Proviant und Gepäck [mit Dingen des täglichen Bedarfs] für den Weg mitnehmen würde, die zweite Person jedoch nicht. Daher kann sogar eine kurze Entfernung als ‚Reise‘ betrachtet werden, wenn jemand für einen bestimmten Zeitraum an dem jeweiligen Ort verweilt, während eine längere Strecke nicht als Reise gilt, wenn jemand nur für kurze Zeit unterwegs ist. Eine ‚Reise‘ wird demnach durch die Handlungen definiert, die eine solche Strecke als Reise geltend machen... und diese Angelegenheit wird durch die jeweiligen Bräuche der Menschen bestimmt.“

Ibn Taymiyya (r) hat jedoch in dem Sinne eine Voraussetzung festgelegt, als dass eine Reise entsprechend den jeweiligen Bräuchen auch als solche betrachtet würde, wenn eine Person Vorbereitungen für eine Reise in abgelegene Orte (d. h. ein unbewohntes Gebiet) trifft. Demzufolge wäre der Besuch eines Ortes im Randbezirk einer Stadt (Ibn Taymiyya (r) gibt hier das explizite Beispiel einer Person aus Damaskus, die ein kleines Dorf außerhalb Damaskus besucht), auch bei weiter Entfernung keine Reise, da dies nicht als ‚Reisen‘ für jemanden in dieser Situation verstanden würde.

Nach Auffassung Ibn Taymiyyas (r) ist eine ‚Reise‘ also nicht lediglich eine Entfernung, sondern auch ein Gemütszustand. Jemand, der sein Haus mit der Absicht verlässt, am selben Abend zurück zu kehren, ist kein Reisender, auch wenn er (wie heutzutage) in ein anderes Land und wieder zurück reist. Ibn ʿUthaymīn (r) ist derselben Ansicht.[10]

Darüber hinaus legt Ibn Taymiyya (r) dar, dass diese Interpretation in Übereinstimmung mit dem arabischen Begriff safar steht, welcher auf ‚Entblößen/Aussetzen‘ hinweist. ‚Safar‘ wäre also eine Reise, in der sich eine Person der Wildnis ‚aussetzt‘, indem sie diese Städte und Dörfer verlassen und in unbewohnte Gebiete reisen würde.

Die Entfernung in modernen Maßeinheiten

Was versteht man also genau unter einer ‚Tagesreise‘? Es überrascht nicht, dass es keine einfache Methode gibt, um die klassischen Maße in moderne zu übertragen. Viele Wissenschaftler (klassische wie zeitgenössische) haben anscheinend nicht genügend Aufmerksamkeit auf eine wissenschaftliche Übertragung solcher Maße in moderne Maßeinheiten gelegt. In der Folge möchte ich kurz versuchen zu verdeutlichen, welche Hürden einem dabei begegnen.

Die gewöhnlichen Maßeinheiten für eine Reise in der frühen Zeit des Islams waren farsakh und barīd. In den prophetischen Überlieferungen wird jedoch der Begriff ‚Tagesreise‘ verwendet. Das erste Problem besteht also darin, die ‚Tagesreise‘ aus der prophetischen Zeit in die klassischen Einheiten farsakh und barīd zu übertragen. Bevor wir damit überhaupt beginnen, lassen wir uns zunächst diese Begriffe definieren und eine Beziehung zwischen ihnen herstellen.

Ein barīd war eine Entfernung, die ein Abgesandter reisen konnte, bevor er anhalten musste, um sein Tier ausruhen zu lassen. Wenn die Nachricht dringend war, wurde ihm am Ende eines jeden barīd ein frisches Tier bereitgestellt. Der Begriff wurde letztendlich für den ‚Botschafter‘ selbst und später für die ‚Botschaft‘ an sich angewendet, sodass moderne Araber die Post heute noch immer barīd nennen.[11]

Ein farsakh war offensichtlich ein persisches Maß, das die Araber übernommen hatten (es wurde ebenso von den Briten übernommen, die es als ‚league‘ [Stunde/Meile] bezeichneten). In den meisten frühen Werken wird erwähnt, dass vier farsakh einen barīd ergeben.[12] Somit kann gesagt werden, dass jeder barīd in vier kleinere Einheiten, den farāsikh (Plural von farsakh) unterteilt wird.

1 barīd = 4 farāsikh

So weit, so gut. Nun beginnt das eigentlich Verwirrende.

Das erste Problem lautet: Wie viele barīd können in 24 Stunden zurückgelegt werden? Leider ist man sich hierbei nicht einig, und genau diese unterschiedlichen Berechnungen führen zu den unterschiedlichen Meinungen über die Anzahl der Tage, ab denen man als ‚Reisender‘ bezeichnet werden kann.

Die Ḥanbalīten, Shāfʿīten und Mālikīten stimmen gemeinsam darin überein, dass die Entfernung für eine ‚Reise‘ vier barīd beträgt. Sie sind sich jedoch untereinander nicht einig, was dies genau im Hinblick auf eine ‚Tagesreise‘ bedeutet. Einige innerhalb dieser Schulen sagten, dass man in einem Zeitraum von 24 Stunden höchstens zwei barīd zurücklegen kann. Andere Gelehrte innerhalb derselben Schulen meinten jedoch, dass sich vier barīd in 24 Stunden zurücklegen ließen. Diese unterschiedlichen Übertragungen führten bei diesen drei Rechtsschulen dazu, dass sie sowohl eine Tagesreise als auch eine Zweitagesreise als Mindestentfernung für eine Reise betrachteten.

Eine Tagesreise = ENTWEDER zwei barīd ODER vier barīd [beide Auffassungen werden vertreten]

Wichtig für uns festzuhalten ist dabei, dass diese drei Schulen einstimmig vier barīd als Limit ansahen.

Innerhalb der genannten drei Schulen gilt somit:

Schariagemäße Reiseentfernung = 4 barīd = 16 farāsikh

Bis auf die ḥanafītische Schule vertreten alle Rechtsschulen diese Auffassung. Die Ḥanafīten sind sich ebenso nicht einig darüber, wie viele farsakh an einem Tag zurückgelegt werden können [wobei die Uneinigkeit unter den eigenen Gelehrten signifikant ist].

Einfachheitshalber lässt sich sagen, dass man innerhalb der ḥanafītischen Schule offenbar mehrheitlich der Ansicht ist, dass fünf farāsikh in einem Zeitraum von 24 Stunden zurückgelegt werden können, wobei einige ḥanafītische Gelehrte sechs und manche sogar sieben nannten.[13]

Für diese Schule gilt daher:

Schariagemäße Reiseentfernung = Dreitagesreise = 3 Tage x 5 farāsikh/Tag = 15 farāsikh [ḥanafītische Schule]

Obwohl die Ḥanafīten eine höhere Anzahl von Reisetagen nennen, ist der Nettounterschied aufgrund der kürzeren Distanzen pro Reisetag paradoxerweise jedoch nicht von großer Bedeutung,

Aus diesem Grund liegen alle vier Rechtsschulen letztendlich sehr nah bei einander, was die farāsikh betrifft (16 bzw. 15).

Das zweite Dilemma ist folgendes: Wie lässt sich ein farsakh nun genau in die heutzutage verwendeten Meilen und Kilometer übertragen? Die Entfernung einer Tagesreise wird aufgrund der Auffassungen, was ein farsakh bedeutet, sicherlich entsprechend variieren.

Und hier stehen wir unserem ersten ernsthaften Problem gegenüber.

Zunächst halten wir fest, dass in vielen klassischen Texten ein farsakh als ‚3 mīl‘ definiert wird. Mīl meint dabei das englische Wort ‚mile‘. Dies wäre perfekt, wenn wir nicht zu dem Schluss kämen, dass diese mīl nicht einer modernen ‚Meile‘ entspricht! Offenbar haben die Araber dieses Wort (wie es auch bei den romanischen Sprachen der Fall ist) vom römischen mīllia abgeleitet, welches bei den Römern einer Strecke von tausend Schritten entsprach. Ein ‚Schritt‘ wurde dabei als ein voller Schritt eines römischen Soldaten definiert (nach unserem Verständnis wären dies zwei Schritte, einer mit jedem Fuß). Es wurde geschätzt, dass diese ‚römische Meile‘ ca. fünftausend Fuß (nach unserem derzeitigen Verständnis von ‚Fuß‘ [1 Fuß = 0,3048 m]) betrug. Erst Jahrhunderte später wurde vom englischen Parlament die exakte Länge von Meilen und Fuß standardisiert, wobei 1 Meile auf 5280 Fuß (ca. 1,6 km) festgesetzt wurde.[14]

Die Araber übernahmen zwar die Bezeichnung von den Römern, aber nicht dieselben Maße. Außerdem geht man davon aus, dass der Schritt eines römischen Soldaten erheblich größer gewesen sein muss als ein durchschnittlicher Schritt anderer Ethnien, insbesondere derjenigen mit kleinerer Körpergröße.

Da die römische mīllia von zahlreichen Kulturen übernommen wurde, nannte man die arabische Version dieser Meile daher ‚haschemitische Meile‘, um sie von den anderen übernommenen Versionen unterscheiden zu können. Darüber hinaus gab es die russische, dänische, portugiesische und die deutsche Meile (ganz zu schweigen von der nautischen Meile, die sich von den entsprechenden Maßen an Land unterscheidet).

Unsere Gelehrten versuchten in der Tat, diese haschemitische Meile (bzw. mīl) zu definieren. In Zeiten vor wissenschaftlicher Messungen und internationaler Abkommen, die solche Angelegenheiten regelten, konnten sie sich jedoch nicht auf eine einheitliche Definition einigen. In einigen klassischen Texten werden mit einer mīl zwölftausend Schritte bezeichnet; in anderen eine Entfernung, die noch mit dem Auge erfasst werden kann; andere wiederum behaupteten, dass es eine Entfernung sei, in der man eine Person in der Ferne erkennen, aber nicht sagen könne, ob es sich dabei um eine Frau oder einen Mann handele.[15]

Aus alledem wird klar, dass nicht nur eine mīl undefiniert ist, sondern auch dann, wenn eine dieser Definitionen angewendet würde, diese nicht wissenschaftlich präzise wäre. Unter dem Strich ist festzuhalten, dass die arabische mīl bzw. haschemitische Meile nie wissenschaftlich definiert wurde.

Im 16. Jahrhundert legte das britische Parlament eine präzise Definition fest, die auch noch heute gilt, und zwar, dass 1 Meile 5280 Fuß (rund 1,6 km) entspricht. Bedenke, dass dieser Umrechnungsfaktor relativ neu ist und von den Briten stammt. Als einige unserer zeitgenössischen Gelehrten den Versuch unternahmen, die damals verwendeten Maßstäbe farāsikh und barīd in moderne Einheiten zu übersetzen, scheint es jedoch, dass sie die britischen Umrechnungseinheiten auf die damaligen Bedingungen übertragen haben. Sie übertrugen also einfach nur, indem sie die frühere Definition von einem farsakh als drei mittelalterliche haschemitische mīl festlegten, wobei eine ‚Meile‘ 5280 Fuß betrug. Sie verschoben den alten Begriff (farsakh) hin zu einem mittelalterlichen (mīl) und schließlich zu der britischen Definition (mile).

Dies war nicht der einzige Versuch, den farsakh in eine wiederzuerkennende Größe zu übertragen. Der berühmte Gelehrte Ibn ʿAbd al-Barr (r) (gest. 463 AH) erklärte, dass ein farsakh ungefähr 10.500 ‚Armlängen‘ (dhirāʾ) entspricht.[16] Nur was bedeutet dies in unseren Maßeinheiten? Heute schätzt man, dass eine durchschnittliche Armlänge 48 Zentimeter (d. h. 0,48 Meter) entspricht.[17] Offenbar hat eine große Gruppe der späteren Gelehrten Ibn ʿAbd al-Barrs (r) Umrechnungsfaktor übernommen und zur Grundlage für moderne Berechnungen genommen.

Andere Gelehrte, wie al-Nawawī (r), al-Ramlī (r) und al-Ḥajjāwī (r) sind alle der Auffassung, dass ein farsakh vielmehr achtzehntausend dhirāʾ entspricht.[18]

Auch hier übertrugen sie einfach nur:

- Mit dem Umrechnungsfaktor von einem farsakh = 3 mīl = 3 ‚Standardmeilen‘

Vier barīd = 16 farsakh x 3 mīl/farsakh = 48 mīl = 48 Meilen = 77,25 km

- Mit dem Umrechnungsfaktor Ibn ʿAbd al-Barrs (r):

Vier barīd = 16 farsakh x 10.500 dhirāʾ/farsakh x 0,48 Meter/dhirāʾ = 80,64 km (50,4 Meilen)

- Mit dem Umrechnungsfaktor al-Nawawīs (r):

Vier barīd = 16 farsakh x 18.000 dhirāʾ/ farsakh x 0,48 Meter/dhirāʾ = 138,24 km (86,4 Meilen)

Aus Gründen, die ich nicht verstehe, berechnen die zeitgenössischen Ḥanafiten eine Entfernung von 15 farsakh mit insgesamt 77 km (bzw. 48 Meilen).

Es ist ersichtlich, dass mit al-Nawawīs (r) Umrechnungsfaktor ungefähr die doppelte Entfernung wie mit dem ersten Umrechnungsfaktor erzielt wird. Darüber hinaus ist zu erkennen, dass all diese Berechnungen eher schwach sind. Keine dieser Berechnungen waren in der Zeit der ersten Generationen des Islams bekannt noch hätten sie mit solcher Präzision gemessen werden können.

Da wir nun diese alten Maße erfolgreich (?) in drei mögliche Entfernungen umgerechnet haben (beachte, dass es unter Berücksichtigung anderer Umrechnungsfaktoren sogar noch weitere Möglichkeiten gibt), lassen wir uns zu dem Thema der Entfernung, ab der man als ‚Reisender‘ gilt, zurückkehren.

Die stärkste Meinung

Nun, da wir die tatsächliche Entfernung dieser Maße erörtert haben, kehren wir zur ursprünglichen Frage zurück: Welche dieser Meinungen scheint richtig zu sein?

Die stärkste Meinung – und Allah weiß es am besten – scheint letztere zu sein (nämlich dass ein Reisender als solcher gilt, wenn dieser seine Situation entsprechend der jeweiligen Bräuche als ‚Reise‘ versteht). Dies hat eine Reihe von Gründen:

  1. Ibn Taymiyyas (r) Argument, dass der Prophet (saw) keine Entfernung spezifiziert hat, ist sehr eindringlich. Weder hat er angeordnet, die Erde zu vermessen, noch haben die meisten Reisenden zu dieser Zeit die zurückgelegten Entfernungen berechnet. Daher ergibt es keinen Sinn, wenn die Scharia einen numerischen Wert festlegt, zumal diese auf Maßeinheiten basierenden Definitionen in dieser Generation mehrheitlich weder bekannt waren noch beachtet wurden.
  2. In den Ḥadῑṯen, die von der Mehrheit verwendet werden (bzgl. einer Frau, die ohne einen maḥram reist), gibt es sogar Abweichungen von ‚einem Tag‘, ‚zwei Tagen‘ oder ‚drei Tagen‘ – wobei alle drei Wortlaute in einem bzw. beiden Saḥīḥ-Werken zu finden sind. Worauf soll man sich nun stützen?
    Zudem wird in allen drei Ḥadῑṯen der Begriff ‚Reise‘ verwendet. Könnte man dann nicht mit Sicherheit davon auszugehen, dass der Prophet (saw) den Begriff ‚Reise‘ nicht an eine Entfernung binden, sondern lediglich das Thema einer Frau, die ohne einen maḥram reist, ansprechen wollte? Darüber hinaus hat die Überlieferung bzgl. der Erlaubnis, über die Socken zu streichen, nichts mit der Eingrenzung des ‚Reisens‘ zu tun – hier wird lediglich ein zeitliches Limit gesetzt, in dem es erlaubt ist, über die Socken zu streichen.
    In der Ḥadῑṯ-Literatur findet sich demnach nichts, was mit Sicherheit für die Definition einer Reiseentfernung herangezogen werden kann.
  3. Es ist eindeutig erkennbar, dass es keinen präzisen und vereinbarten Umrechnungsfaktor gibt, mit dem sich eine ‚Tagesreise‘ in ein greifbares und präzises Maß übertragen ließe. Bei dieser Berechnung gibt es eine Reihe von Graubereichen. Was genau ist eine ‚Tagesreise‘? Wie viele barīd sind in einer solchen Strecke enthalten? Wie viele farsakh können an einem Tag zurückgelegt werden? Wie lang ist ein farsakh? Was genau ist eine mīl? Und so weiter.
    Wenn das der Fall ist, dann ergibt es keinen Sinn, wenn uns die Scharia dazu verpflichtet, eine ‚Reise‘ in Einheiten, die bis zum heutigen Tag undefiniert und unklar sind, zu messen.
  4. Die ‚Reise‘ mit einem präzisen Maß zu versehen, scheint gegen die Ziele des Gesetzes und damit den maqāṣid der Scharia zu verstoßen. Zweck dieser Regelung ist es, den Reisenden zu entlasten, indem ihm erlaubt wird, die Gebete zu verkürzen und zusammenzulegen. Wenn ein Reisender damit beschäftigt ist, herauszufinden, welche Strecke er bereits zurückgelegt hat (wir versetzen uns einmal in die Zeit, in der es noch keine Kilometerzähler in Autos gab), dann wäre es so, als ob die Scharia ihm eine noch größere Bürde durch das Berechnen der Entfernung auferlegen würde, die aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zu erfüllen wäre.
  5. Diese Entfernung ergibt heutzutage nur sehr wenig Sinn. Eine Entfernung von 80 km ähnelt eher einem Picknickausflug als einer Reise – und Ibn Taymiyyas (r) Definition zufolge wäre eine Fahrt zu einem Park außerhalb des Wohnortes mit der ausdrücklichen Intention, innerhalb kurzer Zeit wieder zurück zu kehren, auch keine Reise. Wenn wir uns den Gemütszustand einer Familie anschauen, die einen Tagesausflug zu einem Park außerhalb der Stadt unternehmen oder aber auf Reisen gehen möchte, so finden wir ein signifikanter Unterschied vor. Wenn man einen Tagesausflug macht, dann lässt man sein Zuhause so wie es ist zurück, die Nachbarn werden nicht benachrichtigt, das Leben daheim wird nicht als unterbrochen betrachtet, usw. Unternimmt man jedoch eine ‚Reise‘, müssen diverse Faktoren berücksichtigt werden, bevor man sich auf die ‚Reise‘ begeben kann. All dies ist den Menschen in der heutigen Zeit aus eigener Erfahrung bekannt.
  6. Bevor wir auch nur damit beginnen können, diese alten Maße in zeitgenössische zu übertragen, kann und muss ein viel tiefgründigeres Problem diskutiert werden. Bezogen auf diejenigen, welche die Entfernungsdefinition befolgen, muss folgendes Thema angesprochen werden: Ist es nicht zu oberflächlich, wenn man eine ‚Tagesreise‘ anhand der Mittel und Methoden vergangener Zeiten misst? Wenn die Transportmittel damals also hauptsächlich aus Pferden und Kamelen bestanden und man daraus eine Tagesreise ableitet, wäre es dann nicht zulässig (bzw. wäre es nicht sogar eher im Einklang mit den Zielen der Scharia), eine Tagesreise von heute anhand einer Autoreise zu berechnen?

Wenn ich persönlich dieser Meinung folgen würde (d. h. wenn ich die Meinung bzgl. der ‚Zweitagesreise‘ vertreten würde), dann würde es rational mehr Sinn ergeben, eine ‚Tagesreise‘ anhand des Standardtransportmittels der unsrigen Zeit, nämlich dem Auto, zu bemessen. Daraus ergibt sich dann eine weitere Frage: Bedeutet dies, dass wir das Ganze letztendlich auch auf eine Reise in einem Passagierflugzeug übertragen können? Was wäre mit einem Privatjet? Fragen über Fragen. Die Antworten sind jedoch nicht so einfach zu finden.

All dies erhöht die Glaubwürdigkeit der Ansicht Ibn Taymiyyas (r), und zwar der, dass ein ‚Reisender‘ entsprechend der Bräuche als solcher betrachtet wird. Ein durchschnittlicher Muslim muss sich nicht an einen Gelehrten wenden oder eine Karte studieren, um herauszufinden, ob er bzw. sie ein(e) Reisende(r) ist oder nicht. Man weiß es anhand der Vorbereitungen, die man für eine Reise trifft, sowie in welchem Gemütszustand man sich befindet.

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Die Abhandlung stammt aus der Feder Dr. Yasir Qadhis[19].
Im Zuge der Übersetzung (Nina Ouadia) ins Deutsche und der anschließenden Gegenlesung (Mohammed Johari) ergaben sich minimale, teilweise stilistische Änderungen.
Dank an Dipl.-Übersetzerin Frau Nina Ouadia (n.ouadia@gmx.de) für ihre professionelle Arbeit sowie an IIS eV (iisev.de) für die Förderung des Übersetzungsprojekts.


[1] Die Eulogie „möge Allāh mit ihm zufrieden sein!“ (arab.: raḍiya l-lāhu ʿanhu) die nicht nur, aber besonders, nach der Erwähnung von Prophetengefährten ausgesprochen wird, wird im weiteren Verlauf des Textes mit (ra) abgekürzt.

[2] Die Eulogie „möge Allāh ihn segnen und ihm Frieden schenken!“ (arab.: ṣallā l-lāhu ʿalayhī wa-sallama), die aus Ehrfurcht und Respekt nach der Erwähnung des Propheten Muhammad angeführt wird, wird im weiteren Verlauf des Textes mit (saw) abgekürzt.

[3] Ibn Taymiyya, Majmūʾ al-Fatāwā, 24/8.

[4] Ibn Hubayra, al-Ifṣāḥ, 2/55. Es gibt Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich einer Person, der zu einem unerlaubten Zweck reist, wie z. B. ein Geschäftsmann, der eine unzulässige Transaktion abschließen möchte; diese Angelegenheit wird jedoch in diesem Artikel nicht erörtert.

[5] Die Eulogie „möge Allāh sich seiner erbarmen!“ (arab.: ṛaḥimahū l-lāhu) die nach der Erwähnung von verstorbenen, rechtschaffenen oder gelehrten Personen ausgesprochen wird, wird im weiteren Verlauf des Textes mit (r) abgekürzt.

[6] Die Eulogie „Möge Allāh ihn bewahren!“ (arab.: ḥafiẓahū l-lāhu) wird nach der Erwähnung von respektablen und frommen Persönlichkeiten angeführt und wird im Folgenden mit (h) abgekürzt.

[7]ʿAbd al-Razzāq, al-Muṣannaf, # 4296.

[8] Ibn Abī Shaybah, al-Muṣannaf, # 8153. Siehe auch Ibn Taymiyya, Majmūʾ al-Fatāwāʼ,24/86-7.

[9] Majmūʾ al-Fatāwā, 24/15.

[10] Ibn ʿUthaymīn, Majmūʾ Fatāwa, 15/255.

[11] Es gibt noch weitere Meinungen bzw. des Ursprungs dieses Wortes. Siehe Lisān al-ʿArab, 3/86-8.

[12] ‚In den meisten‘, da auch die Meinung vorhanden ist, dass zwei farsakh einen barīd ergeben.

[13] Al-Tahānawī, Iʾlāʿ al-Sunan 7/282; al-ʿAynī, Sharḥ al-Hidāya 3/4.

[14] Weshalb und wie sie auf diese Zahl kamen, liegt wirklich außerhalb des Rahmens dieses Artikels. Jeder, der interessiert ist, möge diesen Schmankerl in einer Enzyklopädie nachlesen.

[15] Lisān al-ʿArab, 11/639, al-Shawkānī, Nayl al-Awṭār, 3/245.

[16] Genauer gesagt gab er an, dass ein farsakh drei ‚Meilen‘ entspricht, wobei jede ‚Meile‘ aus dreitausendfünfhundert Armlängen besteht; damit entspräche ein farsakh 3 X 3.500 = 10.500 Armlängen.

[17] Najm al-Din al-Kurdi, al-Maqadir al-Sharʿiyya, S. 258.

[18] Um noch pedantischer zu sein: Sie gaben an, dass eine mīl sechstausend ‚Armlängen‘ entspricht und ein farsakh drei mīls. Ein farsakh entspräche somit achtzehntausend Armlängen. Siehe: al-Ḥajjāwī, al-Iqnāʾ, 1/274; al-Shawkānī, Nayl al-Awṭār, 3/245.

[19] Dr. Yasir Qadhi: THE DEFINITION OF “TRAVEL” (SAFAR) ACCORDING TO ISLAMIC LAW, in: http://muslimmatters.org/2011/07/01/yasir-qadhi-the-definition-of-%E2%80%98travel%E2%80%99-safar-according-to-islamic-law-part-1/

http://muslimmatters.org/2011/07/08/yasir-qadhi-the-definition-of-%E2%80%98travel%E2%80%99-safar-according-to-islamic-law-part-2/

(beide zuletzt abgerufen am 31.05.2017