Die „Tour de Fair“ macht Halt im IIS

Weltladen-MitarbeiterInnen radeln für den Fairen Handel

Der Weltladen der Moschee IIS e.V. wird am Freitag, den 05. August 2016, die „Tour de Fair“ willkommen heißen. Empfangen werden die Tour-TeilnehmerInnen im Info- und Weltladen auf der Mainzer Landstr. 116 gegen 09:30 Uhr. Von dort aus gehen wir gemeinsam in die Moschee zu einer kleinen Führung. Wir möchten Sie gerne über die Hintergründe des Fairtrade Engagements der Gemeinde informieren und Ihnen einen Impulsvortrag zum Thema Fairtrade und Islam mit auf den Weg geben.

Hintergrund zur "Tour de Fair"

Vor mittlerweile fast 14 Jahren starteten Weltladen-Begeisterte zur ersten „Tour de Fair“ in Deutschland. Zur diesjährigen 15. Tour treten Weltladen-VertreterInnen aus verschiedenen Bundesländern in die Pedale, um für den Fairen Handel zu werben. Das gemeinsame Ziel der RadlerInnen und der Weltläden vor Ort ist es, die Idee des Fairen Handels mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen und in einen Erfahrungsaustausch zu treten. Dies geschieht in einer sehr umweltfreundlichen Weise, indem die Weltladen-Vertreter mit dem Fahrrad von Weltladen zu Weltladen radeln. Die Tour de Fair findet seit 2002 jeden Sommer in einer anderen Region Deutschlands statt und wird von den Weltläden dieser Region organisiert.

Die 15. Tour de Fair wird vom 1. bis zum 7. August 2016 von Mannheim, durch Südhessen bis nach Mainz führen. Sieben Tage lang bewältigen die Weltladen-Radler vom Neckar zu Main und Rhein eine Strecke von fast 300 Kilometern und besuchen dabei zahlreiche Weltläden in dieser Region.

Neben dem sportlichen Aspekt geht es bei der „Tour de Fair“ darum, die Idee des Fairen Handels noch bekannter zu machen. Zwar kennt gut die Hälfte der Deutschen das Weltladen-Logo und viele können auch mit dem Begriff „Fairer Handel“ etwas anfangen. Dennoch bemerken die vor allem ehrenamtlich Engagierten, dass noch Aufklärungsarbeit nötig ist.

Die etwa 800 deutschen Weltläden praktizieren Fairen Handel entsprechend den zehn Kriterien der World Fair Trade Organization (WFTO). Diese sehen unter anderem vor, dass ProduzentInnen im globalen Süden bessere Chancen erhalten, ihre Produkte zu einem fairen Preis abzusetzen. Der Faire Handel setzt daher nicht auf kurzfristige Profite, sondern auf den Aufbau langfristiger Geschäftsbeziehungen. Faire Arbeitsbedingungen und Umweltschutz sind weitere Kennzeichen des Fairen Handels.

„Wir merken, dass die Menschen sich immer öfter damit befassen, woher die Waren kommen, die sie konsumieren. Und vielen ist es wichtig, dass diese unter fairen Bedingungen produziert wurden“, erklärt Cristina Pflaum Referentin beim Verein „Weltläden in Hessen“. „Die Weltläden bieten diesen Menschen eine Alternative zum konventionellen Handel. Fairer Handel ist bei uns nicht nur ein Marketing-Gag – mit 40 Jahren Erfahrung sind wir wirklich DIE Fachgeschäfte des fairen Handels“, sagt Cristina Pflaum.

Durch Schilder, Leibchen und das Verteilen von Flyern machen die Radfahrer auf das Konzept aufmerksam und werden von Passanten angesprochen. Zusätzlich stoppen sie in jedem Weltladen, der auf ihrer Strecke liegt, sprechen dort mit Bürgermeistern und Stadtverordneten, z. B. auch über das Thema faire Beschaffung von Städten und Gemeinden.

Weitere Informationen rund um die Tour de Fair finden Sie unter www.tour-de-fair.de